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Dɔnəld Dʌk oder Doːnald Dʊk? Eine sehr ernste Frage!

Viele Donald-Duck-Fans kann man auf die Palme treiben, indem man den Namen englisch ausspricht: Dɔnəld Dʌk. Seit vielen Jahren wehren sich die Fans in ihren Foren mit allerlei Argumenten gegen die englische Aussprache. Wir listen die wichtigsten Argumente der Kriegsparteien kurz auf und plädieren auf Waffenpause.

Donald Ducks Erfinder waren Amerikaner. Damit scheint die Aussprache eigentlich geklärt, nämlich: Dɔnəld Dʌk. So wie eben „Ente“ auf Englisch ausgesprochen wird. Doch was passiert mit dem Namen, wenn der Comic-Held plötzlich nicht mehr auf Englisch schnattert, sondern Deutsch spricht?

Dr. Erika Fuchs hat Donald Duck die deutsche Sprache gegeben. Sie ist sozusagen seine Übersetzer-Mutter. Und sie hat ihn nicht nur Deutsch sprechen lassen, sondern auch seinen Namen eingedeutscht, nämlich: Doːnald Dʊk.

Die Aussprache des Namens hängt also eigentlich bloß davon ab, ob man Donald von der väterlichen Seite aus betrachtet oder von der mütterlichen. In Comic-Foren entzündet sich an dieser Frage trotzdem immer wieder Streit. Solche Foren gibt’s im Netz etliche, zum Beispiel das offizielle Donaldisten-Forum, das Forum Fieselschweif oder den Donald-Club. Wer jetzt glaubt, hier seien nur Kindsköpfe unterwegs, der irrt: Zwar werden die Diskussionen im Ton scharf und zum Teil auch bitterernst geführt, aber von Leuten, die meist intellektuell weit oberhalb des Bildungsdurchschnitts stehen.

Wir haben uns die Grabenkämpfe als neutrale Beobachter angesehen und Argumente eingesammelt, hier sind die wichtigsten:

Pro Dɔnəld Dʌk, also englische Aussprache:
• „Duck“ [Dʌk] ist das englische Wort für Ente, im Deutschen gibt’s „Duck“ nicht.
• Ausländische Namen sollte man generell nicht eindeutschen. „Lucki Luke“ oder „Doːnald Trʊmp“ wären Beispiel dafür, dass eine allzu eingedeutschte Aussprache lächerlich wirkte.
• Die bequemere Aussprache gegenüber „Duck“ ist „Dack“.
• Offenbar spricht man den Namen in den Verlagshäusern und auch in den TV-Cartoons englisch aus: Zum Beispiel hieß es in „Micky Maus“ früher: „Jeden Donnersduck neu“ – was sich nur reimt, wenn man „Donners-Dʌk“ voraussetzt.

Pro Doːnald Dʊk, also deutsche Aussprache:
• Dagobert Duck selbst habe einmal einem Briefträger erklärt, wie man seinen Namen ausspricht: „Duck, wie man es schreibt.“
• In Interviews habe Erika Fuchs, vielbewunderte Übersetzerin und deutsche Namensgeberin vieler Entenhausener Bürger, selbst die rein deutsche Aussprache bevorzugt.
• Die anderen Eigennamen in Entenhausen seien ganz offensichtlich auch deutsche, zum Beispiel Gustav, Düsentrieb, Gitta, Klaas, Henriette Huhn etc.
• Der Verlag sei offenbar wenigstens früher davon ausgegangen, dass die Leser es deutsch aussprechen (sollen), man reimte dafür Werbesprüche wie „Ruck, zuck – kauf bei Duck!“ oder „Anzüge von Duck, für jeden ein Schmuck!“

Welche Aussprache empfiehlt Ihnen unterm Strich nun also Ihr Zeilen|hacker? Wir plädieren für Inkonsequenz: Vorname deutsch, Nachname englisch, also

Doːnald Dʌk

Diese Form spricht sich am natürlichsten, wirkt nicht lächerlich und trägt Argumenten beider Parteien Rechnung!

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