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Unser Fehlerlesezeichen

Inhaltlich stimmen Sie bestimmt dem zu, was Kurt Tucholsky auf
unserem Lesezeichen hübsch formuliert hat: Eitles Schreiben nervt!
Aber wie sieht’s orthographisch aus?

Dieses Fehlerlesezeichen verteilen die IMKIS-Dozenten manchmal in Seminaren. Auf dieser Website nennen wir Ihnen nun die einzelnen Fehler!

Es ist Ihnen sicher aufgefallen, dass hier einiges im Argen ist – die Fehler haben natürlich wir eingebracht. An dieser Stelle lösen wir auf, was genau an diesem Text nun falsch ist und was vielleicht auch nicht.

Zeile 1: 2 Fehler
–> Zwischen dem „a“ und dem Abkürzungspunkt wird kein Leerzeichen gesetzt, ebenso wenig natürlich zwischen dem „d“ und dem Abkürzungspunkt.

Zeile 2: 1 Fehler
–> Bei den „tausend Brillen“ muss „tausend“ entweder klein geschrieben werden oder als Ziffer: 1000.

Zeile 3: 1 Fehler
–> Wie in Zeile 2: „tausend“ entweder klein oder als Ziffer.

Zeile 4: 4 Fehler
–> Erster Fehler: „Reden“ werden groß geschrieben. Zweiter Fehler: „fließen“ mit einem Eszett bzw. Buckel-S. Dritter Fehler: „tausend“ kann nur wie folgt getrennt werden: tau|send. Vierter Fehler: Wie in Zeile 2 und 3: „tausend“ entweder klein oder als Ziffer.

Zeile 5: 3 Fehler
–> Erster Fehler: In den „Exposés“ kommt aufs hintere „e“ ein „accent aigu“, der nach oben rechts gerichtet ist. Zweiter Fehler: Anstelle des Bindestrichs muss zwischen „Exposés“ und „und“ ein Gedankenstrich stehen und kein Bindestrich. Dritter Fehler: Das letzte Wort in dieser Zeile ist ein „das“ und kein „dass“.

Zeile 6: 2 Fehler
–> Erster Fehler: Statt „Ihre Arbeit“ muss es heißen: „ihre Arbeit“ (keine Anrede). Zweiter Fehler: „Banalitäten“ dürfen nicht in „Banal“ und „itäten“ getrennt werden, sondern nur an den Stellen, die hier die senkrechten Striche anzeigen: Ba|na|li|tä|ten.

Zeile 7: 1 Fehler
–> „aufzublasen“ muss als ein Wort geschrieben werden.

Zeile 8: 1 Fehler
–> Der Imperativ braucht kein Apostroph, es heißt einfach: „Stich“. Typografisch ist übrigens der Apostroph auch falsch gesetzt: Er hat hier die Form einer 6. Korrekt ist ein Apostroph gesetzt, wenn er die Form einer 9 hat oder sich dieser Form annähert.

Zeile 9: Kein Fehler!

Zeile 10: 1 Fehler
–> Ein Leerzeichen zu viel zwischen „bleibt“ und „ein“. Das Komma hinter „hinein“ ist übrigens seit der Rechtschreibreform nicht mehr falsch – man kann es setzen, muss es aber nicht.

Zeile 11: Kein Fehler!
–> „Runzelig“ steht genauso im Duden wie „runzlig“.

Zeile 12: Kein Fehler!
–> Es kann hier genauso „schlechte Grammatik“ heißen wie „schlechter Grammatik“.

In diesen zwölf Zeilen stehen also 16 Fehler, wenn man überflüssige Leerzeichen und falsch gesetzte Zeichen wie zu kurze Gedankenstriche mitzählt. Nicht mitgezählt haben wir den falsch gesetzten Apostroph beim Imperativ in der achten Zeile, denn dort darf ja überhaupt kein Apostroph stehen.